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Frühlingstal – Vom Kalterer See nach Montiggl

Wenn im Tal der Winter gerade erst zu Ende geht, erwacht im Frühlingstal zwischen dem Kalterer See und Montiggl bereits die Natur. Schneeglöckchen, Leberblümchen und Schlüsselblumen verwandeln den Waldboden in ein buntes Blütenmeer – oft schon Wochen früher als anderswo.

Unsere Wanderung beginnt am Kalterer See und führt durch das geschützte Frühlingstal hinauf zu den idyllischen Montiggler Seen. Unterwegs begleiten uns plätschernde Bäche, schattige Wälder und eine außergewöhnlich vielfältige Pflanzenwelt.

Ob zur ersten Blüte im Frühjahr oder an einem warmen Sommertag: Diese abwechslungsreiche Wanderung verbindet Naturgenuss, zwei wunderschöne Seenlandschaften und die besondere Ruhe der Montiggler Wälder.

Und das Beste: Vom Hotel Pernhof erreichen wir den Ausgangspunkt ganz bequem mit dem Bus.

Die Wanderung im Überblick

Ausgangspunkt: St. Josef am See, Kalterer See

Tour: Kalterer See – Frühlingstal – Montiggler Seen – Kalterer See

Strecke: ca. 15 km

Höhenunterschied: ca. 320 Höhenmeter im Aufstieg

Gehzeit: ca. 4–4,5 Stunden, ohne längere Pausen

Schwierigkeit: Mittelschwer

Charakter: Abwechslungsreiche Rundwanderung durch geschützte Natur, lichte Laubwälder und die idyllische Seenlandschaft von Montiggl.

Wegmarkierung: Unter anderem Nr. 20 und Nr. 5

Besonderheiten: Das Frühlingstal mit seiner außergewöhnlich frühen Blüte, der Angelbach, die Montiggler Seen und die geschützte Tier- und Pflanzenwelt des Mitterbergs.

Für Familien: Für wanderfreudige Familien geeignet. Aufgrund der Streckenlänge ist die Tour für kleinere Kinder eher anspruchsvoll.

Unser Tipp: Besonders eindrucksvoll ist das Frühlingstal zwischen Ende Februar und März, wenn Schneeglöckchen und Leberblümchen den Waldboden bedecken. Auch im Sommer ist die Wanderung dank der schattigen Waldabschnitte reizvoll.

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Von Tramin fahren wir mit dem Linienbus in Richtung Kalterer See. Wir steigen in St. Josef am See aus und spazieren zum Ausgangspunkt unserer Wanderung am Nordufer des Sees.

Von hier führt uns der Weg durch das Frühlingstal hinauf zu den Montiggler Seen und auf einer abwechslungsreichen Rundtour wieder zurück zum Kalterer See.

Nach der Wanderung fahren wir bequem mit dem Bus zurück nach Tramin.

Die aktuellen Fahrpläne und die passende Haltestelle finden Sie auf www.suedtirolmobil.info.

Wegbeschreibung – Vom Kalterer See durch das Frühlingstal

Vom Kalterer See ins Frühlingstal

Unsere Wanderung beginnt in St. Josef am See. Wir folgen der Beschilderung Richtung Frühlingstal und wandern zunächst zwischen Obstwiesen und Weinbergen zum Waldrand am Mitterberg.

Auf dem Weg Nr. 20 gelangen wir in das geschützte Frühlingstal. Entlang des plätschernden Angelbachs führt uns der Weg durch lichten Laubwald bergauf. Besonders im zeitigen Frühjahr ist dieser Abschnitt wunderschön, wenn Schneeglöckchen, Leberblümchen und andere Frühlingsblumen den Waldboden bedecken.

Weiter zu den Montiggler Seen

Wir folgen den Wegweisern Richtung Montiggl und Montiggler Seen. Durch schattige Waldabschnitte erreichen wir schließlich den Großen Montiggler See, der idyllisch zwischen den bewaldeten Hügeln liegt.

Hier lohnt sich eine ausgiebige Pause am Wasser. Wer möchte, kann auch den nahe gelegenen Kleinen Montiggler See besuchen.

Auf einem anderen Weg zurück

Für den Rückweg folgen wir zunächst der Beschilderung Richtung Montiggl und Frühlingstal. Unterwegs wählen wir die ausgeschilderte Verbindung über die Feld- und Wirtschaftswege südlich von Montiggl, die uns wieder in Richtung Kalterer See führt.

Durch die Wein- und Obstlandschaft gelangen wir zurück nach St. Josef am See, wo wir unsere Wanderung begonnen haben.

Frühlingstal – Wo der Frühling zuerst erwacht

Während auf den Bergen noch Schnee liegt, beginnt im Frühlingstal oft schon Ende Februar die Blütezeit. Tausende Schneeglöckchen, Leberblümchen und andere Frühlingsboten verwandeln den Waldboden in ein zartes Blütenmeer.

Das Geheimnis liegt im besonderen Mikroklima: Die geschützte Lage zwischen dem Kalterer See und Montiggl sowie die vergleichsweise milden Temperaturen begünstigen das frühe Erwachen der Natur.

Das Frühlingstal steht unter Naturschutz und beherbergt eine bemerkenswerte Vielfalt an Pflanzen und Tieren. Damit dieses kleine Naturparadies erhalten bleibt, sollten Besucher auf den Wegen bleiben und die Blumen nicht pflücken.

Die Montiggler Seen – zwei Naturjuwele im Wald

Mitten im ausgedehnten Montiggler Wald liegen zwei idyllische Naturseen: der Große und der Kleine Montiggler See. Umgeben von dichtem Laub- und Nadelwald, gehören sie zu den schönsten Rückzugsorten im Überetsch.

Während der Große Montiggler See mit seinem historischen Seeschlössl und dem Strandbad zum Verweilen einlädt, liegt der Kleine Montiggler See etwas versteckter und ursprünglicher zwischen den Bäumen.

Beide Seen sind beliebte Badeziele im Sommer. Besonders reizvoll ist aber auch ein Spaziergang entlang ihrer Ufer, wenn sich die umliegenden Wälder im Wasser spiegeln und die Natur ihre ganze Ruhe entfaltet.

Der Wilde Mann von Montiggl – eine geheimnisvolle Sage

Tief im Montiggler Wald soll einst ein riesenhafter, unheimlicher Mann gelebt haben. Die Menschen nannten ihn den „Montiggler Wilden“ und fürchteten seine gewaltige Kraft.

Der Sage nach wohnte er in einer einsamen Hütte auf einer Anhöhe. Eines Tages holte er sich zwei Ochsen von einem Bauern, um schwere Steine auf seinen Hügel zu schleppen. Als die Tiere am nächsten Morgen zurückkehrten, waren sie zur großen Verwunderung des Bauern kräftiger und wohlgenährter als zuvor.

Noch heute erinnert der Wilde-Mann-Bühel oberhalb des Kleinen Montiggler Sees an diese geheimnisvollen Erzählungen. Und tatsächlich birgt der Hügel Spuren einer weit zurückreichenden Geschichte: Archäologische Funde deuten auf eine Nutzung bereits in vorgeschichtlicher Zeit hin.