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GEO-Weg Höllental in Tramin

Millionen Jahre Erdgeschichte, eindrucksvolle Gesteinsschichten und die gewaltige Kraft der Natur: Der GEO-Weg Höllental zeigt uns eine ganz andere Seite von Tramin.

Entlang des Höllentalbachs entdecken wir eine faszinierende Landschaft, deren Geschichte weit über die Weinberge unseres Dorfes hinausreicht. Informationstafeln erzählen von der Entstehung der Berge, von Fossilien und von den Naturgewalten, die das Höllental bis heute prägen.

Besonders eindrucksvoll ist die Geschichte des großen Murenabgangs von 1986, der die Landschaft nachhaltig verändert hat.

Eine spannende Entdeckungsreise für alle, die beim Wandern gerne mehr über die Natur und ihre Geheimnisse erfahren möchten.

Die Wanderung im Überblick

Ausgangspunkt: Tramin, gegenüber dem Hotel Winzerhof in der Rechtenthalstraße

Tour: GEO-Weg Höllental entlang des Höllentalbachs

Strecke: ca. 1,7 km

Höhenunterschied: ca. 135 Höhenmeter im Aufstieg

Gehzeit: ca. 30 Minuten für den ausgeschilderten Themenweg

Schwierigkeit: Leicht

Charakter: Kurzer geologischer Themenweg auf einem ansteigenden Schotterweg entlang des Höllentalbachs.

Besonderheiten: Der große Kalktuffblock mit dem Nepomuk-Bildstock, die Geschichte des Murenabgangs von 1986, Millionen Jahre alte Gesteinsschichten und interessante Fossilienfunde.

Verlängerungsmöglichkeit: Anspruchsvollere Rundwanderung über den Klapf-Weg, Bad Klapf und den Gummererhof zurück nach Tramin.

Unser Tipp: Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für die Informationstafeln. Sie erzählen spannende Geschichten über die Entstehung unserer Landschaft und die gewaltigen Kräfte der Natur.

Wegbeschreibung – GEO-Weg Höllental

Unsere Wanderung verläuft ab Hotel über den Rathausplatz. Dort folgen wir der Hans-Feur-Straße bis zum Festplatz, biegen links in die Mühlgasse ein und gehen weiter in Richtung Hotel Winzerhof.

Gegenüber dem Hotel Winzerhof beginnt der GEO-Weg Höllental. Auf einem Schotterweg folgen wir dem Höllentalbach leicht bergauf. Zunächst begleiten uns die Weinberge, bevor die Landschaft zunehmend felsiger und ursprünglicher wird.

Auf den Spuren der Erdgeschichte

Schon nach kurzer Zeit erreichen wir einen mächtigen Kalktuffblock mit einem Bildstock des heiligen Johannes Nepomuk. Der Felsblock erinnert an die gewaltigen Naturkräfte, die das Höllental geprägt haben.

Entlang des Weges erklären Informationstafeln die Entstehung der umliegenden Berge, verschiedene Gesteinsarten und die Geschichte des verheerenden Murenabgangs von 1986.

Besonders interessant sind die Einblicke in rund 245 Millionen Jahre Erdgeschichte. Auch Fossilien, die von längst vergangenen Lebensräumen erzählen, werden auf den Schautafeln vorgestellt.

Eine kleine Pause zwischen Felsen und Weinbergen

Unterwegs lädt eine Ruheinsel mit Sitzgelegenheiten zum Verweilen ein. Verschiedene Gesteinsarten aus der Umgebung können hier aus nächster Nähe betrachtet werden.

Weiter oben erfahren wir an einer Staumauer mehr über die sichtbaren Gesteinsschichten. Eine weitere Informationstafel beschäftigt sich mit den Fossilien der Region.

Hier endet unsere kurze geologische Entdeckungsreise. Wer nur den GEO-Weg erkunden möchte, kehrt auf demselben Weg nach Tramin zurück.

Unser Tipp: Planen Sie genügend Zeit für die Schautafeln ein. Gerade die Geschichte des Murenabgangs von 1986 macht deutlich, welche gewaltigen Kräfte in dieser scheinbar friedlichen Landschaft wirken.

Verlängerung über Bad Klapf und den Gummererhof

Wer nach dem GEO-Weg noch Lust auf eine ausgedehntere Wanderung hat, kann die Tour über den Klapf-Weg und den Gummererhof verlängern.

Statt auf demselben Weg nach Tramin zurückzukehren, setzen wir unsere Wanderung in Richtung Bad Klapf fort. Der Weg führt durch die bewaldeten Hänge oberhalb des Dorfes und zeigt uns die ruhigere, ursprüngliche Seite unserer Heimat.

Auf den Spuren des ehemaligen Bad Klapf

Unterwegs gelangen wir in die Nähe von Bad Klapf, einem geschichtsträchtigen Ort, an dem die Traminer früher Erholung und Geselligkeit suchten.

Heute erinnert der Name an eine Zeit, in der einfache Kurbäder und Ausflugslokale beliebte Treffpunkte waren. Die ehemalige Badeanlage ist inzwischen in Privatbesitz und keine öffentliche Einkehrmöglichkeit.

Über den Gummererhof zurück nach Tramin

Unsere Wanderung führt weiter zum Gummererhof, der oberhalb von Söll inmitten einer reizvollen Berglandschaft liegt.

Hier bietet sich eine gemütliche Einkehr an, bevor wir auf dem Weg Nr. 10 wieder nach Tramin absteigen.

Unterwegs genießen wir immer wieder schöne Ausblicke auf die Weinberge, das Südtiroler Unterland und die umliegenden Berge.

Unser Tipp: Diese Verlängerung ist deutlich anspruchsvoller als der kurze GEO-Weg. Planen Sie genügend Zeit ein und nehmen Sie ausreichend Trinkwasser mit.

Zusätzliche km: 7,5 km

Zusätzlichen Höhenmeter: 550 m

Zusätzliche Zeit: 3 h

Bad Klapf – wo die Traminer einst ihre Sommerfrische genossen

Was heute wie ein unscheinbarer Platz mitten in der Natur wirkt, war einst ein beliebtes Ausflugsziel der Traminer: das ehemalige Bad Klapf.

Hierher kamen die Menschen nicht nur, um sich bei wohltuenden Kräuterbädern zu erholen. Es wurde auch gefeiert, getanzt und gekegelt! Ein Tanzboden und eine Kegelbahn machten Bad Klapf zu einem geselligen Treffpunkt, an dem man den Alltag für ein paar Stunden hinter sich lassen konnte.

Man kann sich gut vorstellen, wie hier an warmen Sommertagen gelacht, musiziert und gemeinsam Zeit verbracht wurde.

Heute ist es still geworden um das ehemalige Kurbad. Das Gebäude befindet sich in Privatbesitz und ist nicht öffentlich zugänglich. Doch seine Geschichte erinnert an eine Zeit, in der die Menschen ihre Sommerfrische noch ganz in der Nähe ihres Heimatdorfes verbrachten.

Ein kleines Stück Traminer Vergangenheit, das es verdient, nicht vergessen zu werden.

Als das Höllental seine Landschaft veränderte

Wer heute durch das Höllental wandert, ahnt kaum, welche gewaltigen Naturkräfte hier einst am Werk waren.

Im Jahr 1986 löste sich nach starken Niederschlägen eine mächtige Mure und bahnte sich ihren Weg durch das Tal. Schlamm, Geröll und große Felsblöcke veränderten die Landschaft nachhaltig.

Ein besonders eindrucksvoller Zeuge der Naturgeschichte ist der große Kalktuffblock mit dem Bildstock des heiligen Johannes Nepomuk. Als Schutzpatron gegen Wassergefahren erinnert der Heilige daran, wie eng das Leben der Menschen seit jeher mit den Kräften des Wassers verbunden ist.

Die Informationstafeln entlang des GEO-Wegs erzählen von diesen Ereignissen und machen deutlich, dass unsere Landschaft nicht nur über Millionen von Jahren entstanden ist, sondern sich auch heute noch verändert.