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Leuchtenburg, Rosszähne & Warmlöcher – Rundwanderung am Kalterer See

Hoch über dem Kalterer See erwartet uns eine Wanderung voller Überraschungen: eine mittelalterliche Burgruine, geheimnisvolle Warmlöcher und mächtige Felsformationen, die wie riesige Pferdezähne aus dem Berg ragen.

Unsere Rundwanderung führt durch die schattigen Wälder des Mitterbergs hinauf zur Leuchtenburg. Zwischen ihren alten Mauern entdecken wir Spuren längst vergangener Zeiten und genießen einen herrlichen Blick auf den Kalterer See.

Weiter geht es zu den Warmlöchern, aus denen selbst an kalten Tagen warme Luft strömt, und zu den bizarren Rosszähnen mit ihren eindrucksvollen Aussichtspunkten.

Eine abwechslungsreiche Wanderung, die Natur, Geschichte und ein bisschen Geheimnis miteinander verbindet – und von Tramin aus bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist.

Die Wanderung im Überblick

Ausgangspunkt: Kreither Sattel oberhalb des Kalterer Sees

Tour: Kreither Sattel – Leuchtenburg – Warmlöcher – Rosszähne – Kreither Sattel

Strecke: ca. 7,4 km (Rundwanderung ab Kreither Sattel)

Höhenunterschied: ca. 425 Höhenmeter im Aufstieg

Gehzeit: ca. 2,5–3 Stunden, ohne längere Besichtigungspausen

Schwierigkeit: Mittelschwer

Charakter: Abwechslungsreiche Wald- und Bergwanderung mit felsigen Abschnitten, historischen Sehenswürdigkeiten und herrlichen Aussichtspunkten.

Wegmarkierung: Verschiedene markierte Wanderwege im Gebiet des Mitterbergs

Besonderheiten: Mittelalterliche Leuchtenburg, bizarre Porphyrfelsen der Rosszähne, geheimnisvolle Warmlöcher und beeindruckende Ausblicke auf den Kalterer See.

Voraussetzungen: Gute Grundkondition, Trittsicherheit und feste Wanderschuhe. An den felsigen Aussichtspunkten ist besondere Vorsicht geboten.

Anreise: Mit dem Bus von Tramin zum Kalterer See und anschließend zu Fuß zum Kreither Sattel. Für diesen zusätzlichen Zugang müssen weitere Gehzeit und Höhenmeter eingeplant werden.

Unser Tipp: Besonders schön im Frühling und Herbst. An warmen Sommertagen bieten die Waldabschnitte angenehmen Schatten.

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Von Tramin fahren wir mit dem Linienbus zum Kalterer See und steigen an der Haltestelle „St. Josef am See“ aus.

Von dort gehen wir in Richtung Klughammer am Ostufer des Sees und folgen der Straße bergauf zum Kreither Sattel. Nach etwa 30 Minuten erreichen wir den Ausgangspunkt unserer Rundwanderung zur Leuchtenburg, zu den Warmlöchern und zu den Rosszähnen.

Nach der Wanderung steigen wir wieder zum Kalterer See ab und fahren mit dem Bus zurück nach Tramin.

Die aktuellen Busverbindungen finden Sie auf www.suedtirolmobil.info.

Wegbeschreibung – Leuchtenburg, Warmlöcher und Rosszähne

Unsere Rundwanderung beginnt am Kreither Sattel, oberhalb des Kalterer Sees. Von hier folgen wir dem ausgeschilderten Wanderweg zur Leuchtenburg. Durch einen lichten Laubwald geht es stetig bergauf, bis wir die eindrucksvolle Burgruine erreichen.

Zwischen den alten Mauern lohnt sich eine ausgiebige Pause. Von der Leuchtenburg genießen wir einen herrlichen Blick über den Kalterer See, die umliegenden Weinberge und das Südtiroler Unterland.

Anschließend setzen wir unsere Wanderung auf den markierten Wegen des Mitterbergs fort. Unser nächstes Ziel sind die sogenannten Warmlöcher – Felsspalten, aus denen selbst bei niedrigen Außentemperaturen überraschend warme Luft strömt.

Weiter führt uns der Weg durch den Wald zu den Rosszähnen. Die markanten Porphyrfelsen ragen wie gewaltige Zacken aus dem Bergrücken und bieten eindrucksvolle Ausblicke. An den teilweise steil abfallenden Felsen ist Trittsicherheit gefragt.

Für den Rückweg folgen wir der ausgeschilderten Rundroute durch den Mitterberger Wald zurück zum Kreither Sattel. Von dort steigen wir wieder zur Bushaltestelle am Kalterer See ab.

Die Leuchtenburg – mittelalterliche Mauern über dem Kalterer See

Hoch über dem Kalterer See thront die Ruine der Leuchtenburg auf einem felsigen Hügel des Mitterbergs. Die mittelalterliche Burg wurde vermutlich im 13. Jahrhundert errichtet und diente einst der Sicherung wichtiger Verkehrswege durch das Südtiroler Unterland.

Besonders bemerkenswert sind die Reste spätgotischer Wandmalereien aus dem 15. Jahrhundert, die sich im Inneren der Burgruine erhalten haben. Sie erzählen von einer Zeit, in der die Leuchtenburg noch bewohnt war und ihre Räume kunstvoll ausgeschmückt wurden.

Heute sind es vor allem die verwitterten Mauern und der weite Blick, die diesen Ort so eindrucksvoll machen. Unter uns liegt der Kalterer See, dahinter erstrecken sich Weinberge, Dörfer und die Bergwelt Südtirols – ein wunderbarer Platz, um eine Pause einzulegen und ein wenig in die Vergangenheit einzutauchen.

Die Rosszähne – steinerne Zacken aus vulkanischem Gestein

Wie gewaltige Pferdezähne ragen die Rosszähne aus dem bewaldeten Bergrücken des Mitterbergs. Die bizarren Felstürme bestehen aus rötlichem Quarzporphyr, einem vulkanischen Gestein, das vor rund 280 Millionen Jahren entstand.

Über Jahrmillionen haben Verwitterung und Erosion das Gestein geformt und die markanten Felszacken entstehen lassen. Heute stehen die Rosszähne als Naturdenkmal unter Schutz.

Besonders eindrucksvoll ist der Kontrast zwischen den schroffen Felsen und den sanften Weinbergen rund um den Kalterer See. Von den Aussichtspunkten eröffnen sich herrliche Blicke über das Südtiroler Unterland.

Die felsigen Bereiche sind teilweise steil und ungesichert. Deshalb lohnt es sich, hier besonders vorsichtig unterwegs zu sein und ausreichend Abstand zu den Abbruchkanten zu halten.

Die Warmlöcher – wenn der Berg warme Luft ausatmet

Mitten im Mitterberger Wald verbirgt sich ein erstaunliches Naturphänomen: die sogenannten Warmlöcher. Aus Spalten zwischen den Porphyrfelsen strömt selbst an kalten Tagen überraschend warme Luft.

Dahinter steckt ein natürliches Belüftungssystem im Berg. Luft bewegt sich durch die Hohlräume des zerklüfteten Gesteins und verändert dabei ihre Temperatur. Im Winter kann die ausströmende Luft deutlich wärmer sein als die Umgebung.

Besonders faszinierend ist der Einfluss auf die Pflanzenwelt: Rund um die warmen Felsspalten herrscht ein ungewöhnlich mildes Mikroklima.

Warm hier, eiskalt dort: Auf der anderen Seite des Etschtals, bei Eppan, wartet ein ebenso erstaunliches Naturphänomen. In den berühmten Eislöchern strömt selbst im Hochsommer eisig kalte Luft zwischen den Felsen hervor. Dort wachsen sogar Pflanzen, die man normalerweise erst in deutlich höheren Berglagen findet.

Wer beide Naturwunder kennenlernen möchte, sollte auch unsere [Wanderung zu den Eislöchern bei Eppan] besuchen.